Ein neues Teammitglied wird eingestellt – ein Moment, der für alle Beteiligten aufregend, aber auch herausfordernd ist. Wie dieser Start gestaltet wird, entscheidet oft über den langfristigen Erfolg und die Zufriedenheit der Mitarbeiter. Gerade in Arzt- und Zahnarztpraxen, wo der Alltag oft stressig und zeitkritisch ist, bleibt die Einarbeitung neuer Kollegen manchmal auf der Strecke. Dabei kann ein durchdachtes Onboarding den Unterschied machen – und mit digitalen Tools ist das heute einfacher denn je.
Warum ist Onboarding so wichtig?
Ein effektives Onboarding sorgt dafür, dass sich neue Mitarbeiter schnell einarbeiten und wohlfühlen. Es zeigt ihnen, dass sie geschätzt werden, und hilft ihnen, die Rolle im Team besser zu verstehen. Studien belegen, dass Mitarbeiter, die ein positives Onboarding-Erlebnis hatten, häufiger langfristig im Unternehmen bleiben.
Ein gutes Onboarding geht dabei über das bloße Erklären von Aufgaben hinaus: Es vermittelt die Kultur der Praxis, schult in wichtigen Tools und Prozessen und bietet eine klare Orientierung.
Digitale Tools: Der Schlüssel zu einem modernen Onboarding
In einer digitalen Welt können uns Tools dabei helfen, den Einarbeitungsprozess zu strukturieren und zu vereinfachen:
- Digitale Schulungsplattformen: Viele Anbieter – darunter Doctolib – stellen Video-Tutorials und interaktive Schulungen zur Verfügung. So können neue Mitarbeiter sich Wissen zu Praxisprogrammen eigenständig aneignen, ohne dass das Team stark belastet wird.
- Checklisten und Workflow-Tools: Mit Programmen wie Trello oder Asana lässt sich der Onboarding-Prozess strukturieren. Aufgaben wie „Systemzugang einrichten“ oder „Erste Einführungsgespräche führen“ können so übersichtlich organisiert und abgehakt werden.
- Virtuelle Praxis-Touren: Besonders für größere Praxen oder Kliniken sind digitale Rundgänge eine tolle Möglichkeit, neuen Kollegen eine Orientierung zu geben.
- Kommunikations-Apps: Tools wie Slack oder Microsoft Teams können für kurze Rückfragen oder den Austausch mit Kollegen genutzt werden – das fördert die Integration ins Team. Inzwischen bieten diese auch da digitale On-Boardings an.
Praxis-Tipps für ein gelungenes Onboarding
- Willkommenspaket: Ein kleines Willkommenspaket – ob digital oder physisch – zeigt Wertschätzung. Dazu können z. B. ein Praxis-Handbuch, Zugangsdaten und ein kleiner Willkommensgruß gehören.
- Mentorenprinzip: Ein erfahrener Kollege als Ansprechpartner erleichtert die Einarbeitung und bietet persönliche Unterstützung.
- Regelmäßiges Feedback: Man sollte regelmäßige Gespräche in den ersten Wochen einplanen, um Fortschritte zu besprechen und mögliche Fragen zu klären.
- Einarbeitungspläne nutzen: Ein strukturierter Einarbeitungsplan sorgt dafür, dass kein wichtiger Schritt übersehen wird.
Erfolgsgeschichte: Mein eigener Einstieg in den Praxisalltag
Auch ich habe diese Erfahrung gemacht: Als ich ohne medizinischen Hintergrund in meiner ersten Praxis am Empfang gestartet bin, war die Einarbeitung eine Herausforderung. Vieles habe ich mir selbst beigebracht, aber durch klare Aufgaben und strukturierte Abläufe fühlte ich mich schnell als Teil des Teams. Heute, nach Jahren im medizinischen Bereich, weiß ich, wie wichtig ein gutes Onboarding für den langfristigen Erfolg ist – für beide Seiten.
Onboarding zahlt sich aus
Ein durchdachtes Onboarding ist keine einmalige Investition, sondern eine Grundlage für langfristigen Erfolg. Mit den richtigen Tools und einer klaren Struktur können Praxen nicht nur den Einstieg erleichtern, sondern auch neue Mitarbeiter langfristig binden.
Wie gestaltet ihr euer Onboarding? Teilt eure Erfahrungen und Ideen in den Kommentaren – ich bin gespannt auf eure Einblicke! Falls Ihr mich gerne auch persönlich nach ein Paar Tipps zum Onboarding fragen möchtet könnt ihr mich beim Medmedia Award in Köln gerne ansprechen!
